
Am 14. Dezember 1990 starb Friedrich Dürrenmatt, drei Wochen vor seinem 70. Geburtstag, in Neuchâtel, wo er im idyllischen Vallon de l’Ermitage während beinahe 40 Jahren gewohnt und gearbeitet hatte. Seinen literarischen Nachlass hatte Dürrenmatt 1989 der Schweizerischen Eidgenossenschaft vermacht und damit die Gründung des Schweizerischen Literaturarchivs in Bern im Jahr 1991 veranlasst. Dass auch sein umfangreiches bildnerisches Werk, welches in kontinuierlicher Arbeit parallel zum sprachlichen Schaffen entstanden ist, zusammengeführt und an einem adäquaten Ort
Das CDN von der Strasse, Gebäude und Terasse, Foto: Pino Musi
vermittelt werden konnte, ist der Initiative von Charlotte Kerr Dürrenmatt, seiner zweiten Ehefrau, zu verdanken. Sie stellte das alte Wohnhaus mit dem steil abfallenden Garten der Eidgenossenschaft als Geschenk zur Verfügung mit der Auflage, dieses in das Gesamtkonzept eines neu zu errichtenden Centre Dürrenmatt zu integrieren. Nach Abschluss des Nachlassvertrages zwischen Charlotte Kerr Dürrenmatt und der Schweizerischen Eidgenossenschaft erteilte diese Mario Botta, dem weltweit bekannten Schweizer Architekten und Bewunderer Friedrich Dürrenmatts, das Mandat. Erste Ideen entwickelte Botta bereits 1992, die Bauarbeiten wurden im Mai 1998 begonnen und im September 2000 abgeschlossen.
Centre Dürrenmatt Neuchâtel
74, chemin du Pertuis-du-Sault
2000 Neuchâtel
T +41 (0)32 720 20 60, F +41 (0)32 720 20 78, www.cdn.ch
Im Glanz & Elend, Magazin für Literatur und Zeitkritik, kann man einen schönen Artikel über Jörg Fauser lesen. www.glanzundelend.de Der Schriftsteller und Publizist Jörg Fauser wäre am 16. Juli 65 Jahre alt geworden.
Jürgen Nielsen-Sikora über das Phänomen Fauser und dessen gesammelte journalistischen Arbeiten 1959-1987, »Strand der Städte«, die im Alexander Verlag erschienen sind.
Detektive auf Entzug
Im bund beschäftigt sich Elio Pellin mit den Suchtgewohnheiten von Detektiven.
Die Nachfahren von Holmes, Maigret und Studer möchten dem Rauchen abschwören. Der Tabakqualm ist in heutigen Krimis nicht mehr Stimulanz für brillantes Denken, sondern nur noch Suchtmittel für kaputte Verlierer.
Und auch Detektivinnen rauchen, wie man über Dorothey Sayers Heldin Harriet Vane erfahren kann.
Die rauchende Frau ist schon seit Ende des 19. Jahrhunderts sozial akzeptiert. Aber bis weit ins 20. Jahrhundert signalisiert die rauchende Frau mit der Zigarette nicht nur Erotik, sondern auch Selbstständigkeit und Emanzipation.


