Hat sie im vergangenen Jahr ihr Partner betrogen?
Ja! Prima, dann können sie an einer Studie am Frankfurter Universitätsklinikum teilnehmen, bei der das Gefühl der Eifersucht neurologisch erforscht wird. Handelt es sich bei der Eifersucht um ein eigenständiges Gefühl oder ein Gemisch aus Emotionen wie Ärger, Angst, Wut und Trauer, das ist die Frage, die sich die wissenschaftlichen Mitarbeiter stellen, und sie können einen Beitrag dazu leisten.
Unter anderem interessiert man sich für die Unterschiede zwischen Männern und Frauen, zwischen Kulturkreisen wie Asien und Europa, und um das herauszufinden, müssen sich alle Teilnehmer in eine Röhre legen, wo das Gefühl von Eifersucht gemessen wird, aber sollten sie an Platzangst leiden, hat es sich für sie als Versuchskaninchen erledigt.
Obwohl, bei der Eifersucht handelt es sich ja noch um die harmlosere Variante, der Erforschung einer verhängnisvolleren Chemie der Leidenschaft haben sich die Neuropsychologen von der Rutgers-Universität in New Jersey verschrieben. Wie aus der großen Liebe pure Mordlust werden kann, erklären sie mit einer chemischen Verwirrung im Kopf, da die gleichen Symptome wie bei einem Suchtkranken auftreten.
Aber warum kann Liebe in Hass umschlagen? Psychiater um Thomas Lewis erklären das Umschlagen der Gefühle als eine Protestreaktion.
Forscher kennen einen klaren Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Liebesmördern:
Männer töten, weil sie verlassen wurden. Es ist für sie eine tiefe Kränkung, ein Machtverlust
Frauen töten, weil ihr Expartner sie nicht in Ruhe lässt.
Ein weiterer Unterschied: Männer töten häufiger.
Weg von der Betrachtung individueller Ursachen bei kriminellen Taten und hin auf die Ebene der Fiktion, vielmehr ihrer Erforschung, begeben sich die Literaturwissenschaftlerin Barbara Korte und der Historikerin Sylvia Paletschek, die sich aus einer kulturwissenschaftlicher Perspektive den historischen Kriminalromanen widmen, dem Kriminalroman als sozial- und kulturgeschichtlicher Quelle sowie den Identitätspolitiken im Kriminalroman.
B. Korte u.a. (Hrsg.): Geschichte im Krimi. Beiträge aus den Kulturwissenschaften
Dabei geht es den Herausgeberinnen sowohl um Formen der populären historischen Wissensvermittlung als auch um gesellschaftliche Ordnungs- und Wertvorstellungen, die durch die literarische Verarbeitung von Verbrechen sichtbar werden.
Wem das alles zu kopflastig ist und wer nach ein bisschen Entspannung sucht, der kann sich lovelybooks zuwenden. Diese Seite will alle Schriftsteller auflisten, die twittern und damit seinen Lesern ermöglichen, an ihrem Leben teilzuhaben, indem sie schneller verfolgen können, was die Autoren gerade so beschäftigt.
Wir sind alle eine große Familie, nach dem Motto funktionieren soziale Netzwerke, und wieder wurde eines gegründet. buecherbrett.org will sich als Netzwerk für Autoren etablieren und auf, auf, es fehlt noch die Sparte Krimi.
Und wer so gar keine Freude empfindet, anderen Leuten über die Schulter zu schauen oder mit ihnen zu kommunizieren, der kann sich allein vergnügen; mit hangman.



