Ende April haben sich bei dem Workshop «Im Dickicht der Städte» an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) Wissenschaftler, Journalisten und «Tatort»-Macher versammelt, die die den Fernsehkrimi „Tatort“ unter verschiedenen Gesichtspunkten untersuchten.
Da man dabei ganz hübsche Einblicke bekommen kann, will ich sie Euch nicht vorenthalten. Dabei beziehe ich mich ausschließlich auf die Angaben im Beitrag von Daria Polasik, den sie auf www.rhein-main.net veröffentlichte. Wissenschaftler erforschen Städtebilder im «Tatort».
-«Der Tatort ist bislang skandalös unerforscht geblieben», sagte Anglistik-Professorin Julika Griem. Dabei sei die Serie geradezu eine aufklärerische Institution, die aktuelle Probleme der einzelnen Regionen aufgreife und deren spezifische Bilder vermittele.
Griem denkt, dass die Tatorte auch der Forschung helfen können, etwas über einzelne Städte und ihre Konflikte zu erfahren.
Kommentar:
Da kann man den Stadtoberen nur empfehlen: Immer schön Tatort gucken.
-«Politiker haben festgestellt, dass die Tatorte gute Werbeträger für die Region sind und kämpfen nun um eine eigene Tatort-Kulisse», erklärte Jan Kruse, der für die Produktion in Leipzig mitverantwortlich ist. Dabei müsse eine Stadt etwas Interessantes zu bieten haben. Im Südwestrundfunk (SWR) habe man sich beispielsweise bei der Suche nach einem neuen Drehort für Konstanz und gegen Freiburg entschieden, weil Freiburg zu normal erschien, sagte SWR- Szenenbildner Klaus-Peter Platten.
Kommentar:
Was ist denn in Konstanz los?
-«Um einen regionalen Bezug herzustellen, verzichten wir meistens auf den Dialekt», erklärte Platten.
Kommentar:
Klar, so wird der regionale Bezug noch deutlicher!
-«Sie sollen dabei nicht den typischen Postkartenblick zeigen, sondern auf etwas Besonderes hinweisen, das fest in der Stadt verankert ist und womit sich die Zuschauer aus der Region identifizieren können.»
«Manchmal werden wir kritisiert, wenn eine Stadt anders dargestellt wird, als sie von Einwohnern wahrgenommen wird», gab Platten zu.
Kommentar:
Vorher Umfrage starten. Wie schauen wir auf unsere Stadt?
So bekommt Bürgerbeteiligung eine ganz neue Ausrichtung!



