Die Produktion kommt vom SWR.
Der Fall
Im Raum Stuttgart werden zwei kleine Mädchen vermisst. Als bei einem vorbestraften Sexualverbrecher eine entsprechende DVD auftaucht, wird klar: hier handelt es sich um eine neue Dimension der organisierten Bandenkriminalität! Sowohl Eleonora als auch Pia wurden missbraucht und getötet, um das Tatgeschehen minutiös mit der Kamera zu dokumentieren und die Snuff-Filme in einschlägigen Kreisen zu verbreiten. An die Täter ist schwer heranzukommen. Die mit fünfzig Beamten bestückte Soko Eleonora/Pia tritt auf der Stelle.
Die Abteilung Operative Fallanalyse des baden-württembergischen Landeskriminalamts wird hinzugezogen. Die Profiler sollen schnell reagieren, denn die Wahrscheinlichkeit, dass es einen weiteren Fall geben wird, ist hoch. Tatsächlich verschwindet kurz darauf die achtjährige Lea. Und dann taucht die nächste DVD auf. Sie zeigt Lea in einem Kellerstudio. Lebend.
Kriminaloberrat Finkbeiner und seine Kollegin Nina Brändle befinden sich in einem Wettlauf mit der Zeit. Sie suchen verzweifelt nach Anhaltspunkten. Aber offenbar wurden die Opfer rein zufällig ausgewählt: Eleonora war ein Anwaltskind. Pias Mutter ist Hartz-IV-Empfängerin. Lea ist ein Sinti-Mädchen. Durch einen Trick gelingt es Lea, ihren Großvater zum Haus des Täters zu führen. Der alte Weiss hat ein Messer dabei. Als kleiner Bub hat er mit angesehen, wie seine gesamte Familie deportiert wurde. Durch einen Zufall hat er überlebt. Er hat nichts zu verlieren. Als Nina Brändle herausfindet, dass Weiss zur Selbstjustiz greift, ist klar: Finkbeiner ist gefragt. Sie müssen sofort handeln.
Die Region
Die von Kriminaloberat Xaver Finkbeiner geleitete Abteilung -Operative Fallanalyse- kommt in ganz Baden-Württemberg zum Einsatz. Von wo auch immer man um Profilerhilfe ersucht, machen sich Finkbeiner, seine Kollegin Nina Brändle und Hans-Peter Jörger auf den Weg, um den Ermittlern vor Ort zur Seite zu stehen. Dieses Mal brauchen die hochspezialisierten Polizeibeamten nicht zu reisen, dieses Mal spielt der Fall bzw. die Musik direkt vor ihrer Stuttgarter Haustür.
Man braucht nicht unbedingt etwas von Musik zu verstehen, um Kriminalfälle zu lösen. Zuweilen ist es aber hilfreich, wie in dieser Radio-Tatort-Folge des SWR. Musik kann Menschenleben retten. Eine Erfahrung, die Sinti aus ganz Deutschland während der NS-Zeit machten. Manchmal singt oder spielt man um sein Leben oder das Leben eines Kindes …- auch heute noch.
Autor: Hugo Rendler
Komponist: Ulrich Bassenge
Regisseur: Mark Ginzler
Dramaturgin: Uta-Maria Heim
Regieassistenz: Constanze Renner
Ton und Technik: Daniel Senger und Sonja Röder
Sendetermine:
13.10. 19.05 Uhr RB Nordwestradio
20.30 Uhr Bayern 2
14.10. 18.00 Uhr SR 2 Kulturradio
22.03 Uhr SWR 2
15.10. 21.30 Uhr Bayern 2
16.10. 10.05 Uhr WDR 5
21.05 Uhr NDR Info
23.05 Uhr WDR 5
17.10. 18.00 Uhr MDR Figaro
22.00 Uhr hr2 Kultur
18.10. 20.00 Uhr SR 1
22.04 Uhr RBB Kulturradio
19.10. 20.00 Uhr RBB radioeins



